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News:Liebe VfL `er, am 20.12.2015

liebe Freunde und Unterstützer des VfL Tegel 1891 e.V., die Überlieferung besagt, daß am 4. September 1891 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Tegel und Angehörige der Germania Werft in Tegel den Turnverein Tegel gründeten.

Im Jahr 2016 begehen wir also unser 125jähriges Vereinsjubiläum, das ganz im Zeichen des Sports stehen soll. Eröffnen wird das Jubiläumsjahr unsere Tanzabteilung mit dem Neujahrspokal am 3. Januar 2016 und wir freuen uns, wenn Ihr alle über die Abteilungsgrenzen hinaus, an den zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2016 aktiv als Sportler oder Helfer oder passiv als Zuschauer teilnehmt. Es wird im nächsten Jahr viele sportliche Höhepunkte, bis hin zur Deutschen Meisterschaft im Twirling, geben, die zeigen werden, daß unser Verein ein starker Verein mit elf starken Abteilungen ist.

Im Jubiläumsjahr 2016 finden aber auch verschiedene abteilungsübergreifende Veranstaltungen statt: So werden wir das traditionelle Rundensammeln am 27. April 2016 zum Anlaß nehmen, der früheren Tradition folgend auf dem Sportplatz ein gemeinsames Vereinsfoto aufzunehmen. Am 30. April 2016 schließt sich als geselliges Ereignis der Tanz in den Mai an und am 25. Juni 2016 werden wir dann auf dem Vereinsgelände ein Familiensportfest durchführen. Am Geburtstag des Vereins, dem 4. September 2016, findet schließlich unsere traditionelle Ehrungsfeier statt.

Ohne die Hilfe zahlreicher ehrenamtlich tätiger Vereinsmitglieder ließe sich ein solches Jubiläumsjahr nicht stemmen. Deshalb gilt schon jetzt unserer ganz besonderer Dank all denen, die unseren Verein bei den vielen Veranstaltungen unterstützen werden. Hier zeigt sich die Stärke eines großen Vereins, wenn die Mitglieder "ihrem" Verein helfen, und zwar unabhängig davon, aus welcher Abteilung sie kommen oder welche Abteilung Hilfe benötigt. Am Ende profitieren wir alle in unserer Gemeinschaft von dem Engagement für unsere gemeinsame Sache, den Sport im VfL Tegel.

Nicht nur die Organisation eines solchen Jubiläumsjahrs, auch das alltägliche Geschäft ist für die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Mitglieder zu ehrenamtlicher Tätigkeit zu überzeugen war auch früher nicht einfach. Wer sich die Protokolle aus früheren Zeiten oder die Nachrichtenblätter durchliest, realisiert, daß es auch schon früher sehr schwer war, ehrenamtlich Tätige zur Mitarbeit zu motivieren. In einer schnelllebigen Zeit, die in Schule, Beruf und Freizeit viel Flexibilität erfordert, bleibt für den Verein ohnehin wenig Zeit. Leider haben sich die allgemeinen Rahmenbedingungen, die einen Einstieg in die ehrenamtliche Tätigkeit erleichterten, nicht verbessert, vielmehr steigen die Anforderungen an den Verein und seine Verwaltung stetig und wird auch - wie gerade aktuelle Beispiele zeigen - vermehrt versucht, staatliche Aufgaben auf Vereine und ehrenamtlich Tätige abzuwälzen. Überaus bedenklich ist es deshalb, wenn es Bestrebungen gibt, die Gemeinnützigkeit von Vereinen davon abhängig zu machen, ob die Vereine staatliche Aufgaben wahrnehmen oder übernehmen. Damit würden Vereine zu staatlichen Hilfsorganen degradiert.
Wünschenswert wäre es, wenn die regelmäßig propagierte Würdigung und Unterstützung des Ehrenamts in die Lebenswirklichkeit der Vereine umgesetzt würde. Jeder der ehrenamtlich tätig ist, kann wohl nur milde lächeln, wenn er für seine Tätigkeit 720,-/Jahr steuerfrei vereinnahmen darf. Abgesehen davon, daß ehrenamtliche Tätigkeit eben nicht auf Bezahlung, sondern auf ein uneigennütziges Handeln ausgerichtet ist, wird ein steuerfreier "Monatslohn" von 60,- (oder 2,-/Tag) wohl kaum jemanden zur ehrenamtlichen Arbeit bewegen. Vielmehr wäre es im Sinne der Vereine und der für sie tätigen Verantwortlichen wünschenswert, wenn die bürokratischen Hürden und Lasten für die gemeinnützigen Vereine abgebaut würden. Weniger Bürokratie bedeutet nämlich mehr Zeit für den gemeinnützigen Zweck. So ist zum Beispiel überaus bemerkenswert, wenn ein gemeinnütziger Verein für die Zwecke der Künstlersozialversicherung als "Unternehmer" behandelt wird und jeder Verein, der seine Mitglieder über eine Webseite oder ein Nachrichtenblatt informiert, damit rechnen muß, wegen "Eigenwerbung" von der Künstlersozialkasse in Anspruch genommen zu werden. Wenn der Staat einerseits versucht, Aufgaben auf gemeinnützige Vereine abzuwälzen und andererseits die Vereine dann noch in Anspruch genommen werden, um leere Versicherungskassen zu füllen, dann stimmt im System etwas grundlegend nicht. Ein Ansporn, sich ehrenamtlich zu betätigen, sind solche Auswüchse jedenfalls nicht.

Gleichwohl haben wir in Reinickendorf in sportlicher Hinsicht nach wie vor sehr gute Rahmenbedingungen. Auch wenn uns die Renovierung der Turnhallen in der Treskowstraße noch immer viel Kopfzerbrechen bereitet, sind wir zuversichtlich, daß sich die schwierige Lage im kommenden Jahr ändert. Hinzu kommt, daß wir in Reinickendorf bislang weitgehend von Hallenbeschlagnahmen verschont geblieben sind. Wir stimmen mit dem Präsidenten des Landessportbunds Berlin, Klaus Böger, überein, daß die Nutzung von Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte für die Integrationsarbeit kontraproduktiv ist.

Wir, Lutz Bachmann, Bernd Jerke, Stefan Kolbe, Udo Oelwein, Schaarschi und Hans Welge, wünschen Euch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und ereignisreiches Sportjahr 2016. Zeigen wir gemeinsam im Jubiläumsjahr, daß wir EIN starker Verein sind und bleiben!

Der Präsident