VfL Tegel 1891 e.V.
Leichtathletikabteilung
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Herzlich willkommen bei der Leichtathletik-Abteilung des VfL Tegel.

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Mein erster Marathon

„Wie?“ werden einige sagen, die mich besser kennen und wissen, dass ich bereits einige Marathons gelaufen bin. Aber der letzte in Münster ist bereits 11 Jahre her. Danach hatte ich zwar noch einige Anläufe genommen, einen Marathon zu laufen, aber letztendlich ist es aus den verschiedensten Gründen gescheitert, ob Krankheit oder mangelnde Vorbereitung. Einige Zeit habe ich die anderen Läufer/innen noch genervt mit meinen Ansagen: Dieses Jahr laufe ich garantiert wieder einen Marathon und die Ziele aufgezählt, wo ich überall starten wollte: Köln, Essen, Frankfurt oder München. Dann änderte sich der Tenor: Ich laufe erst wieder einen Marathon, wenn ich mehr Zeit habe für eine vernünftige Vorbereitung, also erst, wenn ich in Rente bin (frühestens in 9 Jahren).
Doch dann kam alles anders und daran war der Tagesspiegel schuld: Die Zeitung ist seit diesem Jahr Medienpartner des Berlin-Marathons. Aus diesem Anlass wurde eine Laufgruppe gegründet, die sich bis zum Marathon regelmäßig (meist am Samstag) an verschiedenen Orten in Berlin traf und dort unter Leitung des Tagesspiegel-Volontärs Felix Hackenbruch Trainingsläufe über 6 und 12 km (später auch lange Läufe über 30 km) absolvierte. Und als sich die Gruppe im Mai in Tegel in der Nähe der JVA traf und dort die Flughafenrunde absolvierte, war ich dabei und nahm auch an der Vorlosung von 10 Startplätzen für den Berlin-Marathon teil. Und prompt passierte es: Ich war einer von den glücklichen Gewinnern. Und so kam ich zu meinem ersten Marathon nach langer Pause.
„Glücklicher“ Gewinner? Ich war mir nicht ganz sicher, sagte mir aber, es ist noch genug Zeit für eine vernünftige Vorbereitung mit langen Läufen. Aber es kam, wie es immer kommt bei mir: Zu wenig Zeit, zu viel Arbeit, die Familie, zu warm, im Urlaub auf Korfu keine vernünftigen Laufstrecken usw. Immer wieder war ich versucht, meinen Startplatz zurückzugeben. Aber es gab auch positive Momente: In meiner alten Heimat in der schönen Grafschaft Bentheim bin ich die Pickmäijer Route gelaufen, eine Halbmarathonstrecke, die sehr gut ausgeschildert durchs deutsch-niederländische Grenzgebiet führt. Wer dort mal Urlaub macht, sollte die Route unbedingt laufen. Dann die Mauerwegstaffel, wo ich zwar langsam, aber immerhin die 32 km in etwas über 4 Std. lief. Und schließlich die 2 Halbmarathons Anfang September: Unseren Mercedes-Benz-Lauf in Tegel, den ich trotz Hitze gut bewältigte und noch besser eine Woche später den Halbmarathon in den Rehbergen, nach dem ich das Gefühl hatte, ich hätte ohne Probleme noch einige Kilometer weiterlaufen können (Nur so nebenbei: Ich gewann auch noch meine Altersklasse vor 6 anderen Läufern).
So war es dann entschieden: Ich werde starten. Am Freitag meine Startunterlagen abgeholt und am Sonntag war es dann soweit. Morgens erst noch mal der Kampf gegen den „inneren Schweinehund“: Stehe ich auf oder bleibe ich liegen und schlaf weiter? Im warmen Bett stellte ich mir noch die folgenden Fragen: Soll ich mir das wirklich antun, 42 km zu laufen und schaffe ich das überhaupt? Ich beantwortete die erste Frage positiv und ließ die letzte erst einmal offen.
Nach einem guten Frühstück und mit einiger Nervosität machte ich mich auf den Weg. Rechtzeitig vor dem Start (trotz halbstündigem Anstehen vor den Dixiklos) reihte ich mich in Startblock H (der letzte und größte für die langsamen Läufer/innen und Marathon-Debütanten) ein. 10 Minuten nach dem Startschuss überquerte auch ich die Startlinie. Meinen Überlegungen, in welcher Zeit gehe ich den Lauf an, waren schnell hinfällig, ich schwamm einfach im großen Feld mit und pendelte mich bei einem Schnitt von 6 bis 6.30 min/km ein. Zwischendurch ließ ich mich von der Stimmung an und auf der Strecke anstecken, beobachtete die anderen Läuferinnen und Läufer und genoss den Lauf. Bei km 6 traf ich einen Kollegen an der Strecke, der als einsamer Trommler das Läuferfeld anfeuerte und sich eine Blase am Daumen „ertrommelte“, wie ich am nächsten Tag von ihm erfuhr. Kurze Begrüßung und Dank an ihn, dann ging es weiter.
Nachdem ich die ersten 10 km einigermaßen trocken überstanden hatte, setzte nun der Regen ein, erst wenig, dann immer stärker, der uns fast den ganzen Lauf begleitete. Und als dann bei km 17 mein rechtes Knie muckte, stand die noch offene Frage wieder im Raum: Schaffe ich das? Immer wieder lief ich zum Rand, suchte ein trockenes Plätzchen und dehnte das Bein. Dann ging es weiter, und der „Schweinehund“, von dem ich dachte, dass ich ihn morgens schon in die Schranken gewiesen hätte, meldete sich erneut und ließ mich nach U-Bahn-Stationen Ausschau halten. Aber jetzt aufgeben, war für mich keine Option, zumindest solange das Knie nicht schlimmer schmerzte. Bei km 25 und 30 ließ ich meine Waden von fleißigen angehenden Physiotherapeutinnen an der Strecke massieren und lockern. Meine rechte Wade war härter als die linke und die Schmerzen vom Knie strahlten nach unten. Das lag wohl daran, dass mein rechtes Bein etwas länger als das linke ist, meint zumindest mein Physiotherapeut.
Irgendwann merkte der „Schweinehund“, dass er an diesem Tag keine Chance hatte gegen mich und gab auf. Und auch der berüchtigte „Mann mit dem Hammer“ ließ sich nicht blicken. Und als ich bei km 38 den Potsdamer Platz erreichte, war auch die zweite Frage beantwortet: Ja, ich schaffe es. Mein Schnitt lag zwar jetzt bei 7 bis 8 min/km, aber das war egal, Hauptsache ankommen. Als ich dann auf „Unter den Linden“ einbog, ca. 800m vor dem Ziel, bekam ich eine Gänsehaut (nicht der Kälte, sondern der Glücksgefühle wegen). Diese letzten Meter genoss ich und legte sogar noch einen Zahn zu, denn ein Blick auf die Uhr verriet mir: Es war trotz Dehnen, Massieren und kleineren Pausen an den Getränkeständen eine Zeit unter 5 Std. möglich. Dann kam das Brandenburger Tor immer näher, die Menge jubelte mir zu (natürlich auch den anderen), noch 200m, ich jubelte auch, noch 100 m, dann das Ziel, ich stoppte meine Uhr und sie blieb bei 4:59:44 Std. stehen.
Ich hatte es geschafft, meinen ersten Marathon nach langer Pause und das unter 5 Std. Überglücklich nahm ich meine wohlverdiente Medaille entgegen. Ich bin froh, dass ich gestartet bin und nicht aufgegeben habe. Und obwohl es nicht mein erster Marathon war, es war einer meiner Schönsten, ein einmaliges Erlebnis.
PS: Jetzt denke ich darüber nach, wo ich meinen nächsten Marathon laufe. Köln, Essen, Frankfurt oder München? Auf jeden Fall noch vor der Rente!
Holger Stuckwisch

15 Jahre Nordic Walking in der Abt. Leichtathletik!!

Gruppenfoto von der NW-Fahrt im März 2017
Als im Frühjahr 2004 die Idee entstand in der Abteilung Leichtathletik eine Nordic Walking Gruppe zu gründen, stieß ich anfangs auf viel Skepsis und Unverständnis. Damals gab es eine große Läufertruppe, es war viel los in unserer Abteilung und so konnte der alte Vorstand sich nicht vorstellen, dass noch eine zusätzliche Nordic Walking Gruppe Fuß fassen würde.
"Was willst du denn noch alles machen" musste ich mir anhören!
Gemeinsam mit Lena Siemes habe ich es dennoch gewagt. Unter dem Motto:
Nordic Walker erobern den Norden Berlins
wurde das Projekt gestartet. Über 1000 Informationsblätter wurden verteilt. Berichte erschienen in der örtlichen Presse und Dank des Präsidiums wurde auf der Titelseite von VfL Aktuell für unser Vorhaben geworben.
LA-Tagesfahrt nach Pretsch im Mai 2019
Zu der 1. Einführungsveranstaltung waren es fast 80 interessierte Sportler/innen erschienen und am 1.Trainingstag, eine Woche später, konnten wir immerhin noch 50 Nordic Walking Begeisterte begrüßen.
Schnell stellte sich heraus, dass hier eine Gruppe zusammenwuchs, die ihre Anfangseuphorie beibehalten wird und die sowohl menschlich, als auch beim Training gut zusammenpasst.
Das ist nun 15 Jahre her, in denen sich einiges getan hat. 3 Trainingstage in der Woche werden angeboten, viele gemeinsame Wanderungen, das immer wieder schöne Picknick im Wald, sowie die Wanderungen in die Umgebung Berlins und nicht zuletzt die herrlichen Wochenendfahrten ins Land Brandenburg haben dazu geführt, dass sich die Gruppe in sich gefestigt hat und weiterhin großer Beliebtheit erfreut. Das zeigt sich immer wieder an den großen Teilnehmerzahlen bei den Trainingstagen.
Heute ist die Gruppe 40 Mitglieder stark, davon 33 Frauen und „nur“ 7 Männer. Aus anfänglichen Bekanntschaften sind teilweise Freundschaften entstanden, die auch außerhalb des Trainingsbetriebes bestehen und Vieles gemeinsam unternehmen.
Picknick im April 2018
Auch bei unseren Laufveranstaltungen, dem Jedermannlauf im Tegeler Forst und dem Mercedes-Benz Halbmarathon sind die Nordic Walker/innen als Helfer/innen mit von der Partie. Was wären wir bei den Veranstaltungen ohne diese „helfenden Hände“!!!
Bei den alljährlichen Abteilungsfahrten werden dann auch schon einmal Wettkämpfe bestritten, desgleichen erfolgt eine regelmäßige Teilnahme am Avon Frauenlauf und am Bratapfellauf in der Vorweihnachtszeit.
In diesem Jahr haben 12 besonders ambitionierte Nordic Walker/innen in einer Staffel am 29-Stundenlauf von Zehdenick teilgenommen. 10 Frauen und 2 Männer haben dabei 213 Km zurückgelegt und obendrein noch viel Spaß und Freude gehabt. Alle Hochachtung!!
Anfangs wurden die Nordic Walker/innen von Lena Siemes und mir betreut. Nach erfolgreicher Ausbildung zur Walking Treff Leiterin und Walking Treff Betreuerin übernahm Claudia Kaping diese Aufgabe bis sie dann ab dem Jahr 2010 als Nordic Walking Wartin die Belange der Gruppe im Abteilungsvorstand vertritt. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Mann Peter und Ingrid Lohan.
Seit ich im Jahr 2016 meine Laufschuhe endgültig an den Nagel hängen musste, habe auch ich die Stöcke in die Hand genommen und drehe nun zusammen mit den Nordic Walkern meine Runden und werde mich auch dort weiterhin „etwas“ einbringen.
Eine großartige Gruppe, auf die die Abt. Leichtathletik stolz sein kann.
Ingo Balke

Abschied vom Mercedes-Benz Halbmarathon

Start beim HM
1908 Anmeldungen gab es für den 21. Mercedes-Benz Halbmarathon am 1. September, das war eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von ca. 7 %. Ein schöner Erfolg dank intensiver Werbung. Tropische Temperaturen waren angesagt und so zogen es sehr viele Läufer/innen vor nicht an den Start zugehen, oder auf die 10 km Strecke auszuweichen. Das Organisationsteam hatte sich aber vorausschauend darauf eingestellt. An 7 Wasserständen entlang der Strecke konnten die Läufer/innen etwas trinken, sich erfrischen und sich Abkühlung verschaffen. Im Zielbereich gab es dann zusätzlich Getränke, Bananen und Äpfel.
Trotz der hohen Temperatur gab es herausragende Leistungen. So wurde der alte Streckenrekord der Männer im Halbmarathon um 2:07 Minuten unterboten. Es siegte in 1:05:43 Std. der Marokkaner Mustapha El Ouartassy vom 1.VfL Fortuna Marzahn, das bedeutet ein Durchschnitt von 3:07 Min/km.
Bei den Frauen belegte Mayada Al-Sayad ebenfalls vom 1.VfL Fortuna Marzahn den 1. Platz in 1:19:34 Std. Auch ihre Zeit bedeutet eine Verbesserung des Streckenrekordes um 5 Sekunden.
Start beim Mini-Lauf (2,3 km)
Beim 10 km Lauf siegte bei den Männern in 32:43 Min. Tim Edzards vom SG TSV Kronshagen/Kieler TB und bei den Frauen in 42:23 Min. Antonia-Lavinia Marinov vom VfV Spandau.
230 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Vereine VfL Tegel, VfB Hermsdorf und Ruderclub Tegel, sowie vom Technischen Hilfswerk, der CDU Reinickendorf (Wasserstand Rathaus) und die medizinische Versorgung durch den DRK Kreisverband Reinickendorf mit 4 Krankentransportwagen und 1 Rettungswagen machten es möglich, dass alle Läufer/innen sehr gute Laufbedingungen vorfanden. Als Dank bekamen wir viele positive Rückmeldungen für den enormen Einsatz und die gute Betreuung.
Im Ziel konnten wir 999 Halbmarathonis, 419 Läufer/innen über 10 km und 122 Kinder beim Mini-Marathon begrüßen. Auch das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Ingo Balke und Detlef Laße vom Org-Team
Für das Organisationsteam des VfL Tegel 1891 e.V. (Karl Mascher, Ingo Balke und Udo Oelwein) war der 21. Mercedes-Benz Halbmarathon gleichzeitig die letzte Veranstaltung. Die in unser Team gesetzten Erwartungen - ehrenamtliche Leistung von 55-60% der Gesamtaufgaben – können nicht mehr erfüllt werden. Es fehlt einfach der Nachwuchs. Nach 21 Jahren erfolgreicher Arbeit soll jetzt endlich das Privatleben wieder den Vorrang haben.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Das bedeutet, dass auch ein großer Teil unserer 75 – 80 ehrenamtlichen Helfer/innen mit einem Altersdurchschnitt von 72 Jahren beim nächsten Mercedes-Benz Halbmarathon nicht mehr dabei sein wird.
Auf der Homepage des Mercedes-Benz-Laufes (www.mb-halbmarathon.de) hat Karl Mascher viele Bilder der diesjährigen Veranstaltung eingestellt. Einzusehen unter mb-halbmarathon.de, Bilder/Videos, 2019.
Ingo Balke

Donautal-Marathon in Tuttlingen am 30.6.2019

Karl bei km 10
Dieser Marathonlauf bei bis zu 30 Grad im Schatten (der allerdings fast nicht vorhanden war, da es viel über Wiesen und Felder ging) war kein großes Vergnügen. Eher großes Problem für viele der 80 Starter (die anderen Läufe über 5 km, 10 km, Halbmarathon und die Staffelwettbewerbe beim Halbmarathon und Marathon waren deutlich besser besucht, in Summe incl. diverser Kinderläufe etwa 4000 Starter).
Mit 3:52:58 war ich als einziger Starter der M65 automatich auch der Gewinner und - was mir in meiner bisherigen Läufergeschichte noch nie passiert war - ältester Teilnehmer beim Marathon. Ich hab's also überlebt und bin sehr zufrieden mit meiner Zeit und der Platzierung (23. Gesamtplatz, nur eine Frau vor mir, 1. der M65). Es hat sich also wieder bewahrheitet: bei Hitzeläufen kann ich gut mithalten.
Siegerehrung mit netten Preisen













Karl Mascher

Berliner Zugspitzlauf am 21. Juni

Athlet Strecke Zeit Platz M Platz AK
Paul Müller 12 km 0:58:40 39 1
Axel Ehrhardt 12 km 1:04:10 67 11
Holger Stuckwisch 12 km 1:08:03 88 17
Hartmut Roloff 12 km 1:23:17 128 7
Udo Oelwein 8 km 0:48:26 21 1
Paul
Axel
Holger
Hartmut
Udo
die ganze Rasselbande

29-Stunden-Lauf in Zehdenick am 15. und 16. Juni

Fotoalbum mit Bildern

Heißes Sommerwetter und eine anspruchsvolle 1,2-km-Runde, die möglichst oft gelaufen werden soll, garniert pro Runde durch 6 Stufen und 10 Meter Höhenunterschied, lockten 35 Einzelläufer/innen und 9 Staffeln in das Zentrum von Zehdenick. Die Organisatoren um Saskia und Volker Barth hatten nun schon zum 10. Mal eine interessante Laufveranstaltung auf die Beine gestellt. Viele lokale Sponsoren, die Stadtverwaltung und die Stadtwerke ermöglichten, dass nur die Einzelläufer ein (sehr geringes) Startgeld bezahlen mussten. Staffeln, Kindergruppen usw. starteten kostenlos und erhielten für ihre Leistungen trotzdem schöne und wertvolle Preise!
Karl bei der Vorbereitung der "Küche"
Bereits am Freitag hatte ein Vorauskommando, gebildet aus dem Quartett Ingo, Udo, Paul und Karl unser Partyzelt aufgestellt und den Bereich darum herum großzügig mit Flatterband abgegrenzt. So konnten wir uns am Samstag dann gemütlich ausbreiten und Tische und Gartenstühle in ausreichender Zahl aufstellen.
Einzelläufer - in unserem Fall Paul Müller und Karl Mascher - durften beliebig viele und lange Pausen einlegen und mussten auch nicht "bis zum bitteren Ende" durchlaufen. Staffeln durften aus beliebig vielen Startern gebildet werden - einzige Voraussetzung war: der Staffelstab musste immer "in Bewegung" bleiben. Die VfL-Staffel wurde aus unseren Nordic Walkern (nur ohne Stöcke, denn diese waren hier nicht erlaubt) und einigen Läufer/innen gebildet: Ingrid Lohan, Ellen und Hans Menger, Karla Vetter, Sonja Krüger, Karin Fürst und deren Tochter Andrea, Claudia Hausendorf, Anette Stumpf, Annemarie Mascher, Martina Türk und Teamleiter Ingo Balke bildeten die "Stamm-Mannschaft", die überraschenderweise und kurzzeitig durch Hartmut Roloff und Thomas Bolm verstärkt wurde.
Der Start für die Staffeln und Einzelläufer erfolgte um 10 Uhr am Vormittag und es war bereits "brüllend" heiß und ziemlich schwül. Tagsüber erreichten wir locker 30 Grad. Am Samstagnachmittag zogen dicke, schwere Wolken auf und kündigten das versprochene Gewitter an. Blitz und Donner kamen dazu, aber leider blieben die versprochene Dusche und die Abkühlung aus. Am Sonntag war es nicht mehr ganz so heiß mit 27 Grad und wieder sehr sonnig.
Paul in der "Ruhephase
Paul konnte leider sein bekanntes Problem nicht überwinden - Wasser oder andere Getränke kann er bei langen Laufwettbewerben meist nicht in seinem Magen behalten und befördert sie umgehend auf gleichem Weg wieder hinaus, was aber bei den extremen Temperaturen absolut "tödlich" ist. So musste er trotz langer Ruhepause (und der Hoffnung, dass sich dabei sein Magen wieder beruhigt und "mitspielt") bereits nach 40 gelaufenen Kilometer aufgeben!
Auch Karl hatte anfänglich ebenfalls erhebliche Probleme mit der Temperatur und konnte das angepeilte Tempo von ca. 6 Minuten/km nur etwa 60 km halten, immer wieder abwechselnd durch ausgiebige Trink-, Essen- und Toilettenpausen unterbrochen. Die nächsten 50 Runden spulte er dann in einem Mix aus Laufen und Gehen ab, daran anschließend war über viele, viele Stunden nur noch Gehen möglich.
Wechsel von Ingo zu Martina
Unsere Staffel hatte die 29 Stunden grob in 3 Blöcke aufgeteilt, damit nicht alle die komplette Zeit in Zehdenick verbringen mussten. Allerdings gab es einige Superharte (Ingrid, Annemarie und Ingo), die 29 Stunden ausharrten und immer wieder zum Einsatz kamen. Die einzige Regel, die konsequent durchgehalten wurde: nach jeder Runde (also 1,2 km) wurde gewechselt. Große Überraschung auch: es gab in unserer Staffel immer wieder "laufende Walker!" Das hat mich (Karl) als Läufer sehr gefreut!
Hartmut und Monika Roloff tauchten am Samstagnachmittag ganz überraschend auf und spontan wurde Hartmut für 3 Runden "zwangsverpflichtet". Am Sonntag erschienen dann Thomas und Beatrix Bolm. Auch Thomas ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls 2 Runden für das Staffelteam zu laufen. Vielen, vielen Dank ganz besonders an Thomas! Und so war es am Ende auch nicht verwunderlich, dass die von Ingo errechnete Rundenzahl für die Staffel DEUTLICH überschritten wurde: 178 Runden ergaben 213,6 km und den 9. (allerdings auch letzten) Gesamtplatz. Alle anderen Staffeln bestanden aus schnellen Läufern und waren mit teilweise deutlich größeren Mitgliederzahlen angetreten. Und sie waren im Schnitt auch noch erheblich jünger. Wir brauchten uns also nicht zu grämen und konnten uns gegenseitig auf die Schultern klopfen.
Siegerehrung Einzellauf und Preis für die Staffel
Karl kämpfte die letzten Stunden gegen Müdigkeit, schwankenden Kreislauf und schmerzende Füße. Während der Nacht hatte er sich auf den 2. Gesamtplatz vorgearbeitet. Der Führende war deutlich jünger, weit enteilt und unerreichbar. Aber hinter ihm gab es einen Läufer, der immer näher rückte und sich von Rang 6 bis auf den 3. Platz heranarbeitete und den er nur mit äußerster Willensstärke hinter sich lassen konnte. Und das lustige daran: sein Verfolger Patrick Ross war vor vielen, vielen Jahren ebenfalls Mitglied in unserer Abteilung gewesen! Karls Endergebnis: 139 Runden und damit 166,8 km, 2. Gesamtplatz und ein ziemlich großer Pokal. Bei der Siegerehrung wurde unser Zelt ganz besonders erwähnt, denn Andrea hatte zum Beginn der Nacht für eine aufwändige und stimmungsvolle Beleuchtung gesorgt, die auch von vielen Teilnehmer/innen mit freundlichen Worten gelobt wurde.
Nach der Veranstaltung waren wir einhellig der Meinung: es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht und unsere Truppe noch weiter zusammengeschweißt.
Wer weiß: vielleicht gibt es für uns wieder einmal eine Wiederholung!
Karl Mascher

200 € für das Sportabzeichen

Die Sportabzeichenabnehmer/innen der Leichtathletikabteilung setzen in diesem Jahr ein Preisgeld in Höhe von 200 € für diejenige Gruppe von Kindern und Jugendlichen (6 bis 17 Jahre) aus, die relativ zur Gesamtanzahl der Kinder- und Jugendlichen ihrer Abteilung im Vergleich zu den anderen Abteilungen des VfL Tegel am meisten erfolgreiche Sportabzeichenteilnahmen vorweisen können.

Teilnahmebedingungen: Ausschreibung als pdf-Dokument hier.
Euer Sportabzeichenabnehmer-Team vom VfL Tegel 1891 e. V.

Marathon unter Wasser
11. 100MC-Marathon im St. Pauli Elbtunnel am 02.06.2019

Der 1911 eröffnete St. Pauli-Elbtunnel, in Abgrenzung zum seit 1975 bestehenden Neuen Elbtunnel auch Alter Elbtunnel genannt, unterquert in Hamburg die Norderelbe auf einer Länge von 426,5 Metern und verbindet mit zwei Tunnelröhren die nördliche Hafenkante bei den St. Pauli-Landungsbrücken (Nordeingang) mit der Elbinsel Steinwerder (Südeingang). Er wird als öffentlicher Verkehrsweg sowohl von Fußgängern und Radfahrern (und nur noch selten) von Kraftfahrzeugen genutzt.
Bild: Karl in der sanierten Ost-Röhre
Die zwei parallelen Röhren haben einen Durchmesser von je 4,8 m Durchmesser und eine Mindesthöhe von ebenfalls 4,7 m für eine Mittelfahrbahn von 1,95 m Breite (was der damaligen Spurweite der Pferdefuhrwerke entsprach) und zwei erhöhte Fußwege von 1,2 m Breite auf beiden Seiten. Zugänglich sind die in zwei Metern Abstand liegenden Röhren durch 24 Meter tiefe Schächte auf beiden Seiten, in die große Aufzüge für Personen und Fahrzeuge eingebaut sind.
Seit August 2010 wurde die östliche Tunnelröhre des 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Bauwerks saniert und ist seit dem 26. April 2019 wieder eröffnet und für den Verkehr freigegeben. Dadurch konnte der 100-Marathon-Club Hamburg den seit 2000 stattfindenden Elbtunnel-Marathon nach 9 Jahren wieder aufleben lassen, bevor im nächsten Monat die Sanierung der westlichen Tunnelröhre beginnt.
48 Runden á 868,5 m plus die nicht komplette Startrunde von 508 m ergibt die Marathonstrecke von 42,2 km.
Bild: Karl im Ziel
Am 2. Juni herrschte bombiges Sommerwetter mit 30 Grad Celsius. In den Tunneln war es hingegen von den vergangenen kühlen Tagen nur 17 Grad „warm“. Ideal für uns Läufer, allerdings wurde es wegen der von uns ausgeatmeten Luft immer feuchter, zuletzt lief Wasser in Rinnsalen von den komplett mit Fliesen ausgekleideten Röhren. Alle Läufer hatten mit den zuletzt 100% Luftfeuchte zu kämpfen und schwitzten trotz der kühlen Luft wie bei einem Wettkampf in den Tropen.
Die elektronische Rundenzählung – angesteuert durch die auf den Laufschuhen zu montierenden Chipkärtchen – funktionierte fast klaglos.
Nach 3:42:29 erreichte ich ziemlich ausgepumpt, aber glücklich und zufrieden als 35. (von 220 Teilnehmern) und Sieger meiner AK M65 das Ziel und hatte damit einen weiteren außergewöhnlichen Marathon ganz ordentlich bewältigt.
Hier kann der komplette Bericht angesehen werden bzw. steht unter der Rubrik "Berichte und Bilder" zur Ansicht bereit.
Karl Mascher

Tagesfahrt der Leichtathleten am 25. Mai

Mit einem großen Reisebus starteten wir um 7 Uhr früh am Vereinsheim. 40 Leichtathleten und Gäste fuhren nach Pretzsch an der Elbe. Der dortige Verein SG Grün-Weiß 90 Pretzsch war hier Veranstalter des 39. Heimatfestlaufes. Und da sowohl Walker, Nordic Walker und Läufer willkommen waren, hatte unser Vorstand diese Veranstaltung als "Tagesfahrt mit Wettkampfausrichtung" ausgesucht. 17 Walker/innen bzw. Nordic Walker/innen und 8 Läufer/innen brachten "internationales Flair" in die dörfliche Veranstaltung.
Bild: im Reisebus mit Organisator Carsten
Nach 2 Stunden kurzweiliger Fahrt rollten wir in den Ort ein und parkten direkt an der Turnhalle bei der Startnummernausgabe. Sportwart Carsten hatte uns alle angemeldet und so klappte die Übergabe der Startnummern wie am Schnürchen. Unsere Walker/Nordic Walker/innen starteten im Schloßhof zu ihrer 5-km-Runde, die Läufer mussten erst noch etwa 1 km bis zu ihrem Startplatz am Elbe-Deich, um dann 10 km zurückzulegen. Pünktlich um 10 Uhr wurden alle auf die Strecke gejagt und trafen uns dann alle im gemeinsamen Ziel vor dem Schloßhof.
Anschließend schmeckte das Freibier besonders gut und auch die eine oder andere Bratwurst war nicht zu verachten.
Bei den Walkern/Nordic Walkern durften leider nur die Gesamtsieger/innen und 2.- bzw. 3.-platzierten auf das "Stockerl". Ingrid (Gesamtsiegerin) und Ingo (3. Gesamtplatz) konnten die Siegerfanfaren genießen!
Bei den Läufer/innen wurden sowohl die Gesamtsieger/innen (plus 2. und 3.) als auch alle Altersklassensieger/innen (plus 2. und 3.) geehrt. Hier durften Elke (AK-Siegerin W60, Hella (AK-Siegerin W70), Karl (Sieger M65) und Heinrich (3. Platz M75) Ehrungen entgegen nehmen.

Bild: Unsere Gruppe kurz vor der Rückfahrt
Anschließend fuhren wir mit unserem Reisebus weiter nach Dessau. Wegen eines Seifenkisten-Rennens musste der Busfahrer einige Ehrenrunden einlegen, bis wir schließlich am ersten Haltepunkt Bauhaus-Museum ankamen. Nur ein kleiner Trupp aus unserem Bus stieg aus, um sich die Ausstellung zur 100-Jahre-Feier anzusehen. Der große Rest hatte tüchtig Hunger und so fuhren wir weiter zum Brauhaus "Zum Alten Dessauer", wo wir verbrauchte Kalorien und den großen, großen Flüssigkeitsverlust mit vor Ort in den glänzenden Kupferkesseln gebrauter Hopfenschorle wieder ausgleichen konnten.
Bis zur Rückfahrt nach Berlin blieb dann noch etwas Zeit, um das "alte", nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges wiedererbaute Zentrum von Dessau zu erkunden. Abschließend nahmen wir dann noch einen Abschiedstrunk und posierten zum Erinnerungsfoto. Alle Bilder können übrigens auch hier angesehen werden bzw. stehen unter der Rubrik "Berichte und Bilder" zur Ansicht bereit.
Karl
letzte Änderung: 20.10.19
Müggelsee-HM
19.10.19
Saegerserie 2. Lauf
Cross LG Süd
13.10.19
Belzig, 10km GreatRun
08.10.19
Berichte/Bilder
06.10.19
Saegerserie 1. Lauf
29.09.19
Berlin-Marathon
28.09.19
Bericht
22.09.19
Otterndorfer Küstenmarathon
BBM 5 km
15.09.19
Deutsche-Bank-Meisterschaft
Roofenseelauf
08.09.19
Volkspark Rehberge
Usedom-Marathon
01.09.19
Mercedes-Benz-Lauf
25.08.19
Viertelmarthon
SCC-Generalprobe
18.08.19
Berliner Mauerweglauf
10.08.19
Zehdenicker Havellauf
04.08.19
SCC-Citynight
14.07.19
Havellauf
10.07.19
Fotoalbum Zehdenick (unter "Berichte/Bilder")
30.06.19
Helios Grunewaldlauf
Donautalmarathon Tuttlingen
27.06.19
Zugspitzlauf
17.06.19
NDM, Hohenschönhausen
Zehdenick
10.06.19
Run of Spirit
09.06.19
Wuhlheide-Marathon
02.06.19
Elbtunnel-Marathon
Uferbahnlauf Grünau